Diabetes frühzeitig erkennen

In Deutschland lebt jeder Zehnte mit der Diagnose Typ-2-Diabetes. Dazu kommen zwei Millionen Menschen, die noch nichts von ihrer Erkrankung wissen. Diabetes verursacht lange Zeit keine eindeutigen Beschwerden, schädigt unbehandelt jedoch den gesamten Organismus. Umso wichtiger ist die Früherkennung auch möglicher Folgeerkrankungen Unkomplizierte Labortests helfen dabei, so das IPF zum Weltdiabetestag am Freitag, den 14. November.

Das Foto zeigt zwei Hände, die einen Diabetes-Pen bedienen.
sens usa | unsplash

Diabetes diagnostizieren

Bei einem Typ-2-Diabetes reagieren die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf das Hormon Insulin. Die Folge: Glukose (Zucker) aus der Nahrung bleibt vermehrt im Blut, statt in den Körperzellen als Energiequelle zu dienen. Wie es um den Glukosestoffwechsel bestellt ist, zeigen Bluttests. Ärzt*innen bestimmen dabei zunächst den Nüchternglukosewert. Er gibt an, wie hoch der Blutzuckerwert nach mindestens acht Stunden ohne Nahrungsaufnahme liegt. Bei auffälligen Werten prüfen Ärzt*innen zudem den Langzeitblutzuckerwert HbA1c. Er gibt an, wie viel Zucker sich in einem Zeitraum von acht bis zwölf Wochen im Blut nachweisen lässt. Beide Werte sollten regelmäßig untersucht werden, etwa beim Gesundheits-Check-up.

Begleiterkrankungen im Blick behalten

Liegt der Blutzuckerwert dauerhaft zu hoch, leiden unter anderem Blutgefäße und Organe. Zu den typischen Langzeitfolgen von Typ-2-Diabetes gehören unter anderem Durchblutungsstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch die Durchblutung der Nieren kann sich verschlechtern und zu einer Nierenschwäche führen, sodass die Organe den Körper nicht mehr ausreichend entgiften und in schweren Fällen eine regelmäßige Blutwäsche (Dialyse) die Nierenfunktion ersetzen muss. Fachleute raten deshalb dazu, Risikofaktoren für Folgeerkrankungen engmaschig zu überwachen. Menschen mit Diabetes sollten jährlich Risiken für ihre Gefäßgesundheit mit Bluttests auf Cholesterin und Triglyzeride untersuchen lassen. Tests auf Eiweiß im Urin sowie die Messung des Kreatininwertes im Blut zeigen, ob die Nieren noch richtig arbeiten.

 

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