Cholesterin nicht gleich Cholesterin
Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil für viele Stoffwechselprozesse. 80 Prozent des Lipoproteins produziert der Körper selbst, um etwa Hormone bilden und ausreichend Gallenflüssigkeit für die Verdauung produzieren zu können. Zudem gehört Cholesterin zu den Bestandteilen der Zellmembranen. Cholesterin ist jedoch nicht gleich Cholesterin: LDL-Cholesterin bringt das Blutfett aus der Leber zu den Körperzellen; HDL-Cholesterin transportiert unter anderem Überschüsse des LDL-Cholesterins im Blut zurück in die Leber. Aufgrund der unterschiedlichen Funktionen schaden sowohl zu hohe LDL- als auch zu niedrige HDL-Werte der Gesundheit.
Auch zu wenig Cholesterin ist riskant
Wie es um die Cholesterinwerte bestellt ist, zeigen Bluttest. Bildet der Organismus mehr LDL-Cholesterin als die Zellen benötigen, steigt der LDL-Spiegel im Blut – und mit ihm auch die Gefahr, dass sich das überschüssige LDL an den Gefäßwänden ablagert, den Blutdurchfluss behindert oder gar zu Gefäßverschlüssen führt. Fachleute empfehlen daher möglichst niedrige LDL-Werte. Bei gesunden Erwachsenen sollten sie unter 115 Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl) liegen. Die Werte des HDL-Cholesterins sollten 45 mg/dl (Frauen) bzw. 40 mg/dl (Männer) nicht unterschreiten, damit unter anderem der Rücktransport von überschüssigem LDL möglichst effektiv funktioniert. Sehr hohe HDL-Werte über bedrohen die Gesundheit jedoch ebenfalls: Studien legen nahe, dass sie die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich steigern.

