Alarmsignal von unten
Die Wissenschaftler von der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore beobachteten insgesamt 1757 Männern im Alter zwischen 60 und 78 Jahren mit und ohne Erektionsstörungen. Über einen Zeitraum von fast vier Jahren analysierten sie, wie viele der Betroffenen einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder ähnliche Erkrankungen erlitten. Dabei zeigte sich: Die Studienteilnehmer mit Erektionsstörungen erkrankten zweieinhalb Mal so häufig am Herzen und an den Gefäßen wie Männer mit gesunder Potenz. Auch nachdem die Forscher verfälschende Faktoren wie Nikotinabhängigkeit aus den Ergebnissen herausrechneten, lag das Risiko für Herzerkrankungen noch knapp zwei Mal so hoch.
Labortests fürs Herz
Spezielle Laboruntersuchungen helfen dabei, Gefahren für Herz und Gefäße frühzeitig zu erkennen. Besteht ein begründeter Krankheitsverdacht, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Untersuchungen. So lässt sich etwa mittels Labortest frühzeitig feststellen, ob das Herz noch stark genug pumpt oder eine Herzschwäche droht. Dabei messen Labormediziner den Anteil verschiedener Peptide im Blut. Diese veranlassen den Organismus, mehr Salz und Wasser auszuscheiden und weiten die Blutgefäße, um den Herzmuskel zu entlasten. Erhöhte Werte weisen darauf hin, dass das Herz stärker als normal arbeitet.
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