Herzinsuffizienz schleicht sich an
Etwa zwei bis drei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischer Herzschwäche: Ihr Herz kann nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper pumpen. Die Krankheit führt anfangs rasch zu Atemnot, etwa beim Treppensteigen, und kann von Betroffenen leicht mit mangelnder Fitness verwechselt werden. Mediziner gehen daher davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Wer schnell erschöpft ist, geschwollene Fußgelenke hat oder nachts häufiger zur Toilette muss, sollte mit seinem Arzt sprechen. Früh erkannt und behandelt lässt sich ein schwaches Herz noch erfolgreich stärken.
Blut- und Urinproben können Auslöser aufspüren
Für Hinweise auf die Diagnose Herzschwäche genügt dem Arzt oft schon ein Tropfen Blut: Der Herzmuskel dehnt sich stärker aus, um die nachlassende Pumpleistung zu kompensieren. Dabei setzt er bestimmte Moleküle aus Aminosäuren (Peptide) frei. Deren Konzentration im Blut weist schon im Frühstadium auf den kranken Herzmuskel hin. Erhöhte Werte sollte ein Herzspezialist abklären. Laboruntersuchungen helfen aber auch, Ursache und Auslöser der Herzschwäche zu finden: Blutfettwerte, Gerinnungsfaktoren, Entzündungsparameter und Blutsalze (Elektrolyte) können etwa eine Arteriosklerose aufdecken. Urintests offenbaren Begleiterkrankungen wie Nieren- oder Schilddrüsenfehlfunktionen.