Immunisierung ab 14. Woche
Grundsätzlich gilt: In der Schwangerschaft sollte so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig geimpft werden. Frauenärzte und Immunologen raten daher dazu, mit Impfungen nach Möglichkeit bis zum zweiten Trimenon zu warten. Ab der 14. Woche gelten Impfungen mit sogenannten Totimpfstoffen als unbedenklich. Diese enthalten tote, also nicht mehr reproduktionsfähige Krankheitserreger bzw. deren Bestandteile. So kann der Organismus zwar Antikörper bilden, muss aber keine aktiven Erreger bekämpfen. In bestimmten Fällen sollten Schwangere sich bereits früher impfen lassen. Das gilt zum Beispiel bei erhöhtem Risiko, sich mit Grippe anzustecken – etwa, weil ein Geschwisterkind schon in den Kindergarten oder in die Schule geht.
Grippeimpfung verträglich und sicher
Als besten Zeitpunkt für die Grippeimpfung empfiehlt die STIKO Oktober und November. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestätigen verschiedene Studien, dass die Grippe-Impfstoffe sowohl für Schwangere als auch für Ungeborene keine Gefahr darstellen. Wissenschaftler konnten keine erhöhte Zahl von schweren Reaktionen auf die Grippeimpfung feststellen: Weder beobachteten sie vermehrte Frühgeburten oder Kaiserschnitte, noch unterschied sich der Gesundheitszustand der Säuglinge nach der Geburt. Bestätigt wurde jedoch: In einzelnen Fällen, in denen Schwangere trotz Impfung an Grippe erkrankten, verlief die Erkrankung deutlich milder.
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