Schuppenflechte: Herz-Kreislauf-Gesundheit im Blick behalten

In Deutschland leben zwischen zwei und drei Millionen Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis). Die chronische Erkrankung betrifft jedoch nicht nur die Haut. Menschen mit Psoriasis sind zudem einem erhöhten Risiko für Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall ausgesetzt – insbesondere, wenn die entzündliche Hautkrankheit zu Gelenkbeschwerden führt (Psoriasis-Arthritis). Umso wichtiger ist es für sie, Risikofaktoren für die Gefäßgesundheit im Blick zu behalten, so das IPF zum Welt-Psoriasis- und Welt-Schlaganfall-Tag am Donnerstag, 29. Oktober.

Das Foto zeigt eine Hand, die ein grünes herzförmiges Kleeblatt auf die Haut am Brustbein legt.
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Metabolisches Syndrom häufiger bei Schuppenflechte

Psoriasis gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Die ständige Überreaktion des Immunsystems kann sich langfristig auf den gesamten Organismus auswirken. So treten bei Menschen mit Psoriasis häufiger Erkrankungen und Stoffwechselstörungen auf, die Fachleute zum metabolischen Syndrom zählen. Betroffene entwickeln unter anderem Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes – was wiederum die Gefahr gesundheitlicher Schäden für Herz und Kreislauf in die Höhe treibt. Blutfettwerte und Blutzucker sollten Betroffene daher mindestens jährlich bestimmt lassen. Je nach Schweregrad der Psoriasis kann es erforderlich werden, die Werte häufiger zu kontrollieren.

Blutfette und Blutzucker bestimmen

Patient*innen mit Schuppenflechte tragen ein doppelt so hohes Thromboserisiko wie Menschen ohne Psoriasis. Thrombosen können entstehen, wenn zu hohe LDL-Cholesterinwerte Ablagerungen an den Wänden der Schlagadern verursachen und die Gefäße verengen. Verschließt ein Blutgerinnsel eine Hirnarterie, droht ein Schlaganfall. Bluttests zeigen, wie es um den Fettstoffwechsel bestellt ist. Dabei bestimmen Labormediziner*innen aus einer Blutprobe neben dem Gesamtcholesterinwert auch LDL- sowie HDL-Cholesterin und Triglyzeride. Zur Früherkennung von Diabetes eignen sich ebenfalls Blutuntersuchungen. Dabei bestimmen Ärzt*innen den Nüchternblutzucker oder den Langzeitblutzuckerwert HbA1c. Letzterer zeigt, wie hoch der Blutzucker in den vergangenen zwei bis drei Monaten durchschnittlich war.

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