Schlaganfall: Risikofaktoren mit Labortests entdecken

Jedes Jahr erleiden in Deutschland etwa 200.000 Menschen erstmals einen Schlaganfall. Zu den Risikofaktoren gehören unter anderem Vorerkrankungen wie Gefäßerkrankungen, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Auch Hormonstörungen der Schilddrüse können Schlaganfälle begünstigen. Werden sie rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, muss es nicht zum Schlaganfall kommen. Labortests helfen dabei, Gefahren für die Durchblutung des Gehirns rechtzeitig zu entdecken, so das IPF zum Tag gegen den Schlaganfall am Sonntag, den 10. Mai.

Geschäftsmann hält sich den schmerzenden Kopf
Alphaspirit | Fotolia Bild: alphaspirit - Fotolia

Cholesterin- und Blutzuckerwerte im Blick behalten

Schlaganfälle entstehen, wenn die Durchblutung des Gehirns abrupt blockiert wird und das Organ so zu wenig Sauerstoff erhält. In den meisten Fällen sind Blutgerinnsel die Ursache: Sie verschließen die Gefäße. Sie entstehen durch Ablagerungen an den Gefäßwänden, die sich lösen und mit dem Blutstrom durch den Körper wandern. Zu hohe Cholesterin- und Blutzuckerwerte begünstigen das Entstehen solcher Ablagerungen (Arteriosklerose). Fachleuten zufolge kann ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut das Schlaganfallrisiko um das Zweifache erhöhen. Bei Diabetes liegt die Gefahr zwei- bis dreimal so hoch. Sowohl Fettstoffwechsel als auch Blutzuckerwerte können Ärzt*innen unkompliziert mit Labortests messen, etwa beim Gesundheits-Check-up, der Versicherten ab 35 Jahren alle drei Jahre kostenlos zusteht.

Schilddrüse gesund?

Auch eine Überfunktion der Schilddrüse kann das Schlaganfallrisiko erhöhen, da sie Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern begünstigt. Dabei können sich im Herzen Blutgerinnsel bilden, die ins Gehirn gelangen. Vorhofflimmern ist für etwa 20 bis 30 Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich und gehört damit zu den häufigsten Ursachen für die lebensgefährliche Durchblutungsstörung im Gehirn. Um eine Schilddrüsenüberfunktion zu erkennen, messen Mediziner*innen die Konzentration bestimmter Schilddrüsenhormone im Blut. Bestehen zusätzliche Risikofaktoren für einen Schlaganfall, sollten Betroffene mit ihren Ärzt*innen besprechen, inwieweit auch das Herz untersucht werden muss.

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