Fieber nach der Fernreise: Grippe oder Dengue?
Besonders häufig stecken sich Fernreisende mit dem Dengue-Fieber an, so eine Auswertung des Robert Koch-Instituts (RKI) für 2024. Die Virusinfektion tritt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen auf und wird überwiegend von Mücken übertragen, die auch tagsüber aktiv sind. Die Symptome der Erkrankung gleichen mit Fieber, Schüttelfrost sowie Kopf- und Gliederschmerzen denen einer Grippeinfektion. Zusätzlich kann sich ein Hautausschlag zeigen. In seltenen Fällen verläuft die Infektion schwer. Dann kann es auch zu Blutungen kommen. Ob die Beschwerden tatsächlich durch die Tropenkrankheit verursacht werden, klären Bluttests auf Antikörper. Ein direkter Nachweis des Erregers mittels Antigen-Test ermöglicht es zudem, die Erkrankung von Chikungunya-Fieber, Malaria oder Gelbfieber abzugrenzen.
Durchfall nach Reisen: Häufig eine Shigellenruhr
Auch Durchfallerkrankungen gehören zu den typischen Gesundheitsproblemen nach Fernreisen. Eine häufige Reiseinfektion ist die Shigellenruhr (Shigellose). Sie wird durch Bakterien verursacht und geht mit Fieber, Kopfschmerzen, einem ausgeprägten Krankheitsgefühl sowie krampfartigen Bauchschmerzen vor allem im unteren Bauchraum einher. Auch blutiger Stuhl ist möglich. Da Durchfallerkrankungen viele Ursachen haben können und eine Shigellose zudem sehr ansteckend ist, raten Fachleute zu gezielter Diagnostik. Dazu untersuchen Labormediziner*innen eine Stuhlprobe oder einen Abstrich aus dem Rektum auf die Erreger. Bestätigt sich der Verdacht auf Shigellose, erfolgt die Behandlung mit Antibiotika. Sie können die Genesungszeit deutlich verkürzen, reduzieren die Menge der ausgeschiedenen Bakterien und senken damit das Risiko, dass Erkrankte andere anstecken.

