Mit Labordiagnostik Schlaganfallrisiko abklären

Jährlich erleiden in Deutschland knapp 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Stoffwechselstörungen begünstigen die Erkrankung. Zum Tag des Schlaganfalls am 10. Mai 2017 informiert das IPF: Blutanalysen im Labor helfen dabei, einem Schlaganfall vorzubeugen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Risikofaktoren frühzeitig erkennen.

Geschäftsmann hält sich den schmerzenden Kopf
Bild: alphaspirit - Fotolia

Krankes Herz rechtzeitig diagnostizieren

Herzkrankheiten gehören zu den Hauptursachen für einen Schlaganfall. Etwa 30.000 der verstopften Blutgefäße im Gehirn gehen nach Angaben der Deutschen Herzstiftung auf Vorhofflimmern zurück. Daran leiden knapp zwei Millionen Betroffene in Deutschland. Bei ihnen bilden sich häufig Blutgerinnsel in der linken Herzvorkammer, die dann ins Gehirn wandern. Bestimmte Blutwerte wie Natriuretische Peptide weisen bereits lange, bevor es zu körperlichen Symptomen kommt, auf Herzprobleme hin. Zudem sind Wissenschaftler zwei neuen Biomarkern im Blut auf der Spur. So könnte zukünftig die Aktivität von Blutplättchen sowie die Konzentration bestimmter Proteine, die Entzündungen im Körper anzeigen, dabei helfen, das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Herzprobleme noch besser einzuschätzen.

 

Gesunder Stoffwechsel verringert Schlaganfallrisiko

Die Gefahr für einen Gefäßverschluss im Gehirn steigt auch durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Diese Ablagerungen an den Gefäßwänden (Thromben) verengen die Blutgefäße, im schlimmsten Fall blockiert der Thrombus den Blutfluss. Mittels Labortests können Mediziner aus Blut- und Urinproben Laborparameter wie Cholesterin, Fettsäuren, Eiweiße und Entzündungswerte bestimmen. So erkennen sie, wie es um die Stoffwechselgesundheit bestellt ist. Fallen die Werte auffällig aus, können Betroffene rechtzeitig gegensteuern und ihr Schlaganfallrisiko senken.

 

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