Thromboserisiko kennen
Vor allem Menschen mit Krampfadern oder Venenentzündungen, Herzkrankheiten, Ältere und Raucher tragen ein erhöhtes Thromboserisiko. Auch Frauen in bestimmten Lebenslagen sind grundsätzlich stärker gefährdet. So erleiden Schwangere bis zu zehn Mal häufiger eine Thrombose; Geschlechtsgenossinnen, die Hormone zur Verhütung oder in den Wechseljahren einnehmen, trifft ein Blutgerinnsel bis zu vier Mal häufiger. Besonders stark steigt die Thrombosegefahr bei einer familiären Vorbelastung: Das Risiko liegt dann 250 Mal so hoch wie beim Bevölkerungsdurchschnitt.
Labortests decken Thromboseneigung auf
Die erhöhte Thromboseneigung bezeichnen Mediziner als Thrombophilie. In der Regel stecken genetisch bedingte Defekte der Blutgerinnungsfaktoren dahinter. Besonders oft verursacht eine Mutation des Gerinnungsfaktors „V-Leiden“ eine Thrombophilie. Der Gendefekt tritt bei rund sechs Prozent der Menschen in Deutschland auf. Labortests spüren diese Mutation aus einer Blutprobe schnell auf. Um andere Ursachen für Gerinnungsstörungen aufzudecken, stehen den Ärzten weitere Laboruntersuchungen zur Verfügung.
Der Tipp der Woche zum Download
Mehr lesen
IPF-Faltblatt Thrombose und Thrombophilie

