Chlamydien-Infektionen immer häufiger
Fachleute der Deutschen STI-Gesellschaft beobachten einen anhaltenden Anstieg von Chlamydien-Infektionen. Chlamydien gehören zu den häufigsten STI und treten bei Jugendichen und jungen Erwachsenen besonders häufig auf. Die Bakterien werden vor allem bei ungeschütztem Sex über die Schleimhäute weitergegeben und verursachen unter anderem Ausfluss, Juckreiz und Brennen an den Genitalien. Unbehandelt kann die Infektion auf Dauer zu Unfruchtbarkeit führen. Ärzt*innen können die Infektion mittels Urintest oder eines Abstrichs von der betroffenen Schleimhaut zuverlässig feststellen und mit Antibiotika behandeln.
HIV-Infektionen mit Bluttest sicher nachweisen
Auch wenn die Zahl der HIV-Erstdiagnosen in Deutschland zuletzt weitgehend stabil geblieben ist, bleibt ungeschützter Sex die wichtigste Infektionsquelle. Betroffene sollten sich nach Sex mit Risikopartner*innen zügig fachärztlich beraten lassen, ob eine medikamentöse Behandlung zur Reduzierung des Infektionsrisikos (Postexpositionsprophylaxe, PEP) infrage kommt. Besteht Unsicherheit über eine Ansteckung, schaffen Bluttests Klarheit. Mit ihrer Hilfe lassen sich sowohl Antikörper gegen den Erreger als auch Bestandteile des Erregers selbst (Antigene) nachweisen. Ob Labor- oder Schnelltest daheim: Sicher ausgeschlossen werden kann eine HIV-Infektion erst nach sechs Wochen (Antikörper-Antigen-Test) bis drei Monaten (Antikörper-Test). Ein erster positiver Test sollte unbedingt durch einen weiteren Test beim Arzt bzw. der Ärztin überprüft werden.

