Lustvoll durch den Sommer – aber sicher!

Lange Tage und viel Sonne sorgen bei vielen Menschen für gute Laune. Studien zeigen, dass Sonnenlicht verschiedene hormonelle Prozesse beeinflusst, die auch die Lust auf Nähe und Sexualität fördern können. Im Überschwang der Gefühle kann es dann schon einmal zu ungeschütztem Sex kommen. Stellen sich im Anschluss an lustvolle Begegnungen Beschwer-den im Intimbereich ein, sollten Betroffene sich ärztlich untersuchen lassen. Sexuell übertragbare Infektionen (STI) lassen sich mit Labortests zuverlässig erkennen und mit Medikamenten gut behandeln.

Das Foto zeigt ein zerwühltes Bett, auf das die Sonne scheint.
Susan Wilkinson | Unsplash

Chlamydien-Infektionen immer häufiger

Fachleute der Deutschen STI-Gesellschaft beobachten einen anhaltenden Anstieg von Chlamydien-Infektionen. Chlamydien gehören zu den häufigsten STI und treten bei Jugendichen und jungen Erwachsenen besonders häufig auf. Die Bakterien werden vor allem bei ungeschütztem Sex über die Schleimhäute weitergegeben und verursachen unter anderem Ausfluss, Juckreiz und Brennen an den Genitalien. Unbehandelt kann die Infektion auf Dauer zu Unfruchtbarkeit führen. Ärzt*innen können die Infektion mittels Urintest oder eines Abstrichs von der betroffenen Schleimhaut zuverlässig feststellen und mit Antibiotika behandeln.

HIV-Infektionen mit Bluttest sicher nachweisen

Auch wenn die Zahl der HIV-Erstdiagnosen in Deutschland zuletzt weitgehend stabil geblieben ist, bleibt ungeschützter Sex die wichtigste Infektionsquelle. Betroffene sollten sich nach Sex mit Risikopartner*innen zügig fachärztlich beraten lassen, ob eine medikamentöse Behandlung zur Reduzierung des Infektionsrisikos (Postexpositionsprophylaxe, PEP) infrage kommt. Besteht Unsicherheit über eine Ansteckung, schaffen Bluttests Klarheit. Mit ihrer Hilfe lassen sich sowohl Antikörper gegen den Erreger als auch Bestandteile des Erregers selbst (Antigene) nachweisen. Ob Labor- oder Schnelltest daheim: Sicher ausgeschlossen werden kann eine HIV-Infektion erst nach sechs Wochen (Antikörper-Antigen-Test) bis drei Monaten (Antikörper-Test). Ein erster positiver Test sollte unbedingt durch einen weiteren Test beim Arzt bzw. der Ärztin überprüft werden.

Weitere Informationen zu diesen Themen