Impfen: Krankheiten verhindern, Gesundheit erhalten

Masern, Keuchhusten (Pertussis), Diphtherie: Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation nehmen viele Krankheiten, die durch Impfungen verhindert werden können, wieder zu. Auch in Deutschland stagnieren die Impfquoten oder nehmen bei bestimmten Impfungen sogar ab. Dabei können Impfungen Leben retten und schwere Krankheitsverläufe verhindern. Als einen Grund vermuten Fachleute, dass vielen Menschen ausreichendes Wissen über Impfungen fehlt. Zur Europäischen Impfwoche ruft das IPF dazu auf, sich über den eigenen Impfschutz zu informieren und empfohlene Impfungen wahrzunehmen.

Spritze mit Grippeschutzimpfung liegt auf gelbem Impfpass.
Marcus Roczen | Fotolia

Geschützt von Anfang an

Expert*innen sind sich einig: Impfungen haben wesentlich dazu beigetragen, die Sterblichkeit von Kindern zu senken. Heutzutage schützen moderne Impfstoffe schon die Kleinsten vor schweren Erkrankungen. Die ersten Impfungen sollten Säuglinge in einem Alter von zwei Monaten bekommen. Der Grund: Bestimmte Infektionen können bei Säuglingen und Kleinkindern deutlich schwerer verlaufen als bei älteren Kindern. Dazu gehören unter anderem Atemwegserkrankungen, da Lunge und Luftröhre in den ersten Lebensmonaten noch sehr eng sind. Zudem entwickelt sich das Immunsystem erst noch und kann Erreger wie etwa das Polio-Virus (Kinderlähmung) und Bakterien wie Pneumokokken, die unter anderem schwere Lungenentzündungen verursachen, nicht abwehren.

Impfschutz für Erwachsene

Manche Impfungen müssen von Zeit zu Zeit wiederholt werden, damit sie wirksam bleiben. Dazu gehören die Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie. Die STIKO empfiehlt Erwachsenen, diesen Impfschutz alle zehn Jahre aufzufrischen. Dafür stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung, sodass nur eine Impfung nötig ist. Zudem sollte zumindest einmal im Erwachsenenalter auch der Schutz gegen Keuchhusten aufgefrischt werden. Weil das Immunsystem im Alter wieder schwächer wird, bezahlen die Krankenkassen zudem spezielle Schutzimpfungen für Ältere. Ab 60 Jahren steht Versicherten eine einmalige Impfung gegen Gürtelrose und erneut gegen Pneumokokken zu sowie jährliche Impfungen gegen Grippe und COVID-19.

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