Herz, Gefäße, Stoffwechsel: Erkrankungen durch Tabakrauch

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sterben in Deutschland jährlich rund 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Tabakrauch schädigt nicht nur die Lunge, sondern gilt auch als wesentlicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Dies betrifft auch Passivraucher *innen. Wer nicht dem Rauchen aufhören kann oder regelmäßig viel Tabakrauch einatmen muss, sollte gesundheitliche Vorsorgeuntersuchungen besonders ernst nehmen, so das IPF zum des Weltnichtrauchertags am Samstag, dem 31. Mai.

 

Rauchen schädigt Herz und Gefäße

Tabakrauch bedeutet Maximalstress für das Herz-Kreislauf-System. Er steigert zum Beispiel den Blutdruck, sorgt für schlechte Cholesterinwerte, macht das Blut zähflüssig und schädigt die Innenwände der Blutgefäße. Diese Faktoren begünstigen die Entstehung von Gefäßverengungen (Arteriosklerose), die ihrerseits das Risiko für Blutgerinnsel (Thrombosen), Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich in die Höhe treiben. Tabakrauch bremst zudem die Versorgung der Muskulatur mit Sauerstoff. Das gilt auch für den Herzmuskel. Raucher*innen können daher häufiger als Nichtrauchende eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) entwickeln. Regelmäßige Bluttests zeigen, wie es um die Gefäßgesundheit steht. Neben den Cholesterinwerten geben Entzündungsmarker im Blut Aufschluss über entzündliche Prozesse, die bei Arteriosklerose eine zentrale Rolle spielen. Zu hohe Werte sollten unbedingt abgeklärt werden.

Erhöhtes Diabetes-Risiko bei Raucher*innen

Raucher*innen haben ein doppelt so hohes Risiko, an Diabetes zu erkranken – und das unabhängig von der täglichen Zigarettenmenge. Statistiken zeigen: Dieser Effekt betrifft männliche Raucher ab 40 Jahren besonders deutlich. Fachleute vermuten als Ursache, dass das im Tabakrauch enthaltene Kohlenmonoxyd und Nikotin die Insulinproduktion derBauchspeicheldrüse beeinflussen und die Empfindlichkeit der Insulinrezeptoren heruntersetzen. Urin- und Bluttests zeigen frühzeitig an, ob sich eine Diabetes-Erkrankung entwickelt. Mit diesen Tests können Ärzt*innen nicht nur einen manifesten Diabetes nachweisen, sondern Vorstufen der Erkrankung wie das Metabolische Syndrom oder eine Glukoseintoleranz nachweisen.

 

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