Bakterien oder Pilze – Labortests klärt Ursache
Am häufigsten stecken E.coli-Bakterien und Enterokokken hinter Harnwegsinfektionen. Diese Bakterien leben im menschlichen Darm und sind dort völlig harmlos. Wandern sie vom Darmausgang zur Harnröhre, können sich jedoch die Harnwege entzünden. Die Bakterien sprechen in der Regel auf Antibiotika an. Lösen jedoch etwa Hefepilze die Harnwegsinfektionen aus, wirken Antibiotika nicht. Eine Urinkultur aus dem Labor klärt, welche Erreger tatsächlich für die Symptome verantwortlich sind. Anhand des Laborergebnisses kann der Arzt das richtige Medikament verordnen.
Antibiogramm sichert wirksame Behandlung
Leiden Patientinnen immer wieder an entzündeten Harnwegen, kann ein Antibiogramm bei der Ursachenklärung helfen. Manche Erreger reagieren schlicht nicht mehr auf die verordneten Antibiotika. Ein Grund: Oft verordnen Mediziner bei Blasenentzündungen ähnliche Wirkstoffklassen. So steigt das Risiko, dass die Erreger Resistenzen entwickeln. Ein Antibiogramm klärt, welche Medikamente noch gut gegen die Erreger wirken. Eine zielgerichtete Behandlung auf Grundlage des Laborergebnisses hilft dabei, die Ausbreitung von Resistenzen zu vermeiden.
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