Grippeimpfung schützt auch vor Komplikationen
Fachleute empfehlen die Grippeimpfung insbesondere für Risikopatient*innen. Dazu gehören unter anderem ältere Menschen ab einem Alter von 60 Jahren, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Leber- und Nierenerkrankungen, Immunschwäche sowie Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Die Gefahr, besonders schwer an Grippe zu erkranken oder an der Infektion zu versterben, liegt für diese Menschen besonders hoch. Mediziner*innen finden darüber hinaus zunehmend Hinweise darauf, dass eine Grippeinfektion zu Entzündungen in Blutgefäßen führt und auf diese Weise Herzinfarkte oder Schlaganfälle zusätzlich begünstigen kann. Eine Impfung reduziert diese Gefahr deutlich.
Grippeimpfung jährlich wiederholen
Grippeviren verändern sich ständig. Daher muss die Zusammensetzung des Impfstoffs von Saison zu Saison angepasst werden. Dafür sammeln Fachleute weltweit Abstriche aus der Nase oder dem Rachen von Patient*innen mit Grippesymptomen und lassen diese in Referenzlaboren mittels PCR-Tests und Genanalyse auswerten. So können die Impfstoffe auf neue Varianten angepasst werden. Labortests unterstützen auch im Praxisalltag. Mitunter müssen Ärzt*innen schnell entscheiden, ob Menschen mit Grippesymptomen antivirale Medikamente benötigen. In solchen Fällen helfen Grippe-Schnelltests. Die Ergebnisse liegen innerhalb von zehn bis zwanzig Minuten vor. Wichtig zu wissen: Diese Tests gehören ausschließlich in die Hände von Fachleuten.

