Chlamydien: Gefahr ohne Symptome
Chlamydien gehören zu den häufigsten STI in Deutschland. Sie macht sich durch Symptome wie Ausfluss, Juckreiz oder Brennen beim Wasserlassen bemerkbar. Doch eine Infektion bleibt häufig unentdeckt. Der Grund: Sie verläuft bei bis zu 80 Prozent der Frauen ohne Symptome. Von den betroffenen Männern hat die Hälfte keine Beschwerden. Unbehandelt können die Erreger in die inneren Geschlechtsorgane aufsteigen und zu Entzündungen der Eileiter bzw. der Prostata, Samenleiter oder Nebenhoden führen. Mögliche Folge: Unfruchtbarkeit. Mit Antibiotika lassen sich die Erreger erfolgreich bekämpfen Folgeschäden vermeiden.
HIV: bei Frauen oft zu spät entdeckt
HIV-Infektionen lassen sich heute in den allermeisten Fällen gut beherrschen. Voraussetzung: eine frühzeitige Diagnose. Viele Frauen erfahren jedoch erst spät, dass sie HIV-positiv sind. 2013 erkannten Ärzte bei 54 Prozent der Patientinnen mit HIV-Erstdiagnose die Erkrankung erst im Spätstadium (Männer: 30 Prozent). Experten vermuten: Da HIV oft mit Drogenkonsum und häufig wechselndem, ungeschütztem Sex assoziiert wird, denken Ärzte und Patientinnen bei Beschwerden nicht an die Infektion. Frauen, die riskanten Sex hatten, sollten einen HIV-Test durchführen lassen. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen, wenn Symptome einen Krankheitsverdacht nahelegen oder wenn ein bedeutsames Übertragungsrisiko vorliegt.
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