Auskühlung begünstig Blasenentzündung
Eine Blasenentzündung gehört zu den sogenannten Harnwegsinfektionen. Sie entsteht, wenn Bakterien über die Harnröhre in die Blase gelangen und dort zu einer Infektion der Schleimhaut führen. Kühlt der Körper zum Beispiel durch das Sitzen auf kaltem Boden aus, kann dies die körpereigene Abwehr schwächen und das Eindringen von Bakterien begünstigen. Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer, da ihre Harnröhre kürzer ist und die Erreger somit leichter in die Blase gelangen können.
Urinprobe schafft Klarheit
Oft weisen bereits die typischen Symptome auf eine Blasenentzündung hin. Sind die Beschwerden jedoch unklar oder besteht das Risiko komplizierter Verläufe, schaffen Urintests Klarheit. Mittels Teststreifen untersuchen Ärzt*innen eine Urinprobe auf Infektionsanzeichen wie eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen im Urin und Nitrit, das bestimmte Bakterien bilden. Bei auffälligen Ergebnissen verfärben sich die entsprechenden Felder auf dem Teststreifen.
Antibiotika nicht immer erforderlich
Leitlinien empfehlen in bestimmten Fällen zudem eine Urinkultur. Dazu geben Labormediziner*innen eine Urinprobe auf Nährböden, können daraus die verursachenden Bakterien anzüchten und diese genau bestimmen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn die Infektion mit Antibiotika behandelt werden muss. Sind die Erreger bekannt, helfen Leitlinien, die Resistenzlage einzuschätzen und das passende Medikament zu wählen. Gut zu wissen: Bei bis zu 50 Prozent der Frauen heilt eine unkomplizierte Blasenentzündung auch ohne Antibiotika aus.

