Mehr Schlaganfälle, Herzinfarkte und Thrombosen
Für ihre große Registerstudie analysierte die Forscher*innen aus Dänemark die Daten von 17.494 Patient*innen und verglichen über einen Zeitraum von bis zu 12 Monate die gesundheitliche Entwicklung von Proband*innen mit RSV-Infektion mit den Daten derjenigen Patient*innen ohne RSV-Infektion. Es zeigte sich: Innerhalb von 365 Tagen traten bei Infizierten signifikant mehr kardiovaskuläre Ereignisse auf, darunter Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Thrombosen. Insgesamt lag das zusätzliche Risiko für ein Herz-Kreislauf-Ereignis bei knapp 5 Prozent.
Langzeitfolgen bereits ab 45 Jahren – Impfung schützt
Die Langzeitfolgen der RSV-Infektion zeigten sich bereits ab einem Alter von 45 Jahren. Besonders stark betroffen waren ältere Menschen, Krankenhauspatient*innen sowie Menschen mit bestehenden Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden oder Diabetes. Hierzulande empfiehlt die Ständige Impfkommission daher eine Schutzimpfung gegen RSV für alle Menschen ab 75 Jahren. Wer unter chronischen Krankheiten leidet oder in einer Wohneinrichtung lebt, sollte bereits ab einem Alter von 60 Jahren geimpft werden. Für den Impfschutz reicht eine einmalige Impfung aus – am besten vor dem Winter. Aber auch während der Infektionsaison ist eine Imfpung noch sinnvoll.
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