Zu hoher Blutdruck bei Entlassung nach Entbindung
Leitlinien zufolge sollte der Blutdruck nach einer hypertensiven Schwangerschaftserkrankung im Wochenbett unter 135/85 mmHg liegen. Ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Vivantes Klinikums Friedrichshain wertete rückblickend die Daten von 29.907 Geburten aus den Jahren 2021–2025 aus. Darunter waren rund fünf Prozent der Schwangeren an einer HES erkrankt. 44 Prozent von ihnen wiesen bei der Entlassung zu hohe Blutdruckwerte auf – entweder der systolische oder der diastolische Druck lag über den empfohlenen Werten.
Bluthochdruck in der Schwangerschaft steigert Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Je nach Schwere der HES steigt zudem das Risiko an, dass der Bluthochdruck nach der Entbindung längere Zeit zu hoch bleibt. Ältere Untersuchungen zeigen, dass über 41 Prozent der Frauen auch im Jahr nach der Schwangerschaft an Bluthochdruck leiden. Bei fast der Hälfte der beobachteten Frauen sank der Blutdruck zudem zwischen Tag und Nacht nicht ausreichend ab. Das wiederum begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders. Unabhängig von der Art des Bluthochdrucks legen die Zahlen nahe, dass Hypertonie in der Schwangerschaft statistisch gesehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sieben Mal wahrscheinlicher macht als nach einer Schwangerschaft mit normalem Blutdruck. Darum raten Fachleute Frauen mit überstandener HES dazu, den Blutdruck nach der Schwangerschaft regelmäßig zu unterschiedlichen Zeiten zu messen.
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