Frauen seltener im Krankenhaus behandelt
Die Wissenschaftler*innen sichteten in ihrer Studie die Daten von 6 720 639 Patient*innen, die in den Jahren 2003 bis 2015 mit den Diagnosen ST-Hebungsinfarkt (20,2 %) und Nicht-ST-Hebungsinfarkt (79,8 %) in den USA stationär behandelt worden waren. Behandlungsprozeduren und Behandlungsergebnis wurden getrennt in den vier Altersgruppen < 45, 45–64, 65–84 und ≥ 85 Jahre ausgewertet. Insgesamt erhielten Frauen über alle Altersgruppen hinweg seltener eine Krankenhausbehandlung als Männer. Auch Eingriffe wie Koronarangiographien oder Revaskularisierungen wurden bei Frauen seltener vorgenommen.
Schlechtes Therapieergebnis vor allem bei jüngeren Frauen
Die Sterbewahrscheinlichkeit von Frauen im Vergleich zu Männern veränderte sich mit dem Alter und lag im Vergleich zu Männern in derselben Altersgruppe beim NSTEMI zunächst höher und dann niedriger (Odds Ratios in den vier Altersgruppen 1,08, 1,05, 0,92 und 0,86). Beim ST-Hebungsinfarkt war die Sterbewahrscheinlichkeit für Frauen insgesamt meist höher (Odds Ratios 1,15, 1,22, 1,09 und 0,97). Bei Gefäßkomplikationen, schweren Blutungen und tödlichen Ausgängen spielte das Alter der Frauen eine wichtige Rolle: Ein schlechtes Therapieergebnis wurde vor allem bei jüngeren Frauen gesehen, in höherem Alter gingen diese Komplikationen zurück.
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