Antibiotika-Resistenzen bei Gonorrhö steigen weiter

Immer häufiger kommt es vor, dass Patienten mit Gonorrhö nicht gut auf die verschriebenen Antibiotika anspringen. Nun ist in Großbritannien ein Fall bekannt geworden, der hohe Resistenzen gegen sämtliche Erstlinien-Therapeutika zeigt.

Bakterium Neisseria Gonorrhoeae – der Erreger der Gonorrhö
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Resistenzen erschweren Behandlung

Die Problematik der Antibiotika-Resistenzen bei der Behandlung der Gonorrhö ist schon länger bekannt. So soll heute mit einer Kombination aus Ceftriaxon und Azithromycin behandelt werden. Ciprofloxacin sollten Ärzte nur noch verabreichen, wenn sich sich zuvor von der Empfindlichkeit überzeugt haben. Aber auch gegen Azithromycin steigen die Resistenzen, und vereinzelt wurden sogar tbereits Resistenzen gegen Ceftriaxon berichtet. Im Fall des britischen Patienten – er hatte sich in einem südasiatischen Land infiziert – wirkte auch die kombinierte Ceftriaxon-Azyithromycin-Therapie nicht. Nun hoffen die behandelnden Ärzte auf einen Erfolg mit Ertapenem.

Antibiotika zielgerichteter verordnen

Eine der Ursachen für die steigenden Resistenzen ist der breite, nicht zielgerichtete Einsatz von Antibiotika – zum Beispiel bei viralen Infekten. Eine Krankenkassenstudie ermittelte 2016, dass Ärzte in 95 Prozent der Fälle Antibiotika verordneten, ohne vorab deren Wirksamkeit zu klären. Um zielgerichteter zu verordnen, kann zum Beispiel ein CRP-Schnelltest zum Einsatz kommen. Außerdem treten zum 1. Juli 2018 Änderungen im EBM-Laborkapitel in Kraft. Der Beschluss passt mehrere labordiagnostische Untersuchungen zur schnellen und qualitätsgesicherten Antibiotikatherapie an den Stand von Wissenschaft und Technik an.

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