Vorsicht bei Selbstmedikation

Mit dem Herbst kommen auch die Infektionen: So plagen etwa Erkältungen und Blasenentzündungen die Menschen oder die feuchtkalte Luft führt zu verspannten Muskeln und lässt Gelenke schmerzen. Dann liegt der Griff in die Hausapotheke liegt nahe. Allein in Baden-Württemberg nimmt ein Viertel der Befragten einer Forsa-Studie zufolge bei Beschwerden mindestens einmal im Monat rezeptfreie Medikamente. Das kann jedoch böse Folgen haben – gerade für Menschen mit Vorerkrankungen. Je nach Medikament müssen Wirkung und Nebenwirkung auch regelmäßig per Labortest kontrolliert werden.

Rezeptfrei bedeutet nicht harmlos

Jedes Medikament besitzt erwünschte und unerwünschte Wirkungen. Das gilt auch für Mittel, die Patienten ohne Rezept in der Apotheke bekommen. Dass auch diese Präparate den Körper belasten können, wissen der Forsa-Studie zufolge die meisten der Befragten. Auch pflanzliche Mittel können je nach bestehender Grunderkrankung und Zahl der Medikamente, die ohnehin eingenommen werden müssen, schwere Nebenwirkungen auslösen oder die Wirkung wichtiger Medikamente beeinflussen. Umso wichtiger ist die Rücksprache mit Apothekern oder dem Arzt. Von abgelaufenen Medikamenten sollten Patienten grundsätzlich die Finger lassen.

Wenn die Behandlung mit Labortests überwacht werden muss

Dauerhaft ohne ärztliche Beratung Medikamente einzunehmen, kann die Gesundheit ernstlich gefährden. So verstoffwechselt der Organismus Medikamente ganz unterschiedlich. Daher muss die Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln individuell an den einzelnen Patienten angepasst werden. Manche Medikamente belasten zudem Organe wie Leber oder Niere. Darum empfehlen etwa Fachgesellschaften, bestimmte Therapien mit regelmäßigen Labortests zu überwachen. Anhand von Blutproben stellen Labormediziner fest, wie hoch die Konzentration der Medikamente im Körper liegt und ob wichtige Organe unter der Behandlung leiden.