Salmonellen: Vorsicht bei Tüten-Salat

Grün und gesund gilt bei Salat nicht immer: Britische Wissenschaftler stellten fest, dass sich Salmonellen in vorverarbeitetem Salat in Plastikbeuteln besonders wohl fühlen. Und das, obwohl die Beutel aus dem Kühlregal kommen und direkt in den Kühlschrank wandern. Setzen nach dem Verzehr Durchfall, Übelkeit, Bauchkrämpfe und Kopfschmerzen ein, können die Erreger dahinter stecken.

Salat aus der Tüte

Wohlfühlklima für Salmonellen

Warum Keime trotz kühler Umgebung in Salatbeuteln offenbar gut gedeihen begründen Forscher der Universität in Leicester mit mehreren Faktoren: Aus den Schnittstellen der Salatblätter treten Zucker, Mineralstoffe und Proteine aus. Diese liefern zusammen mit der feuchten Klima im Beutel einen guten Nährboden für die Bakterien. So fanden die Wissenschaftler in manchen Proben nach fünf Tagen bis zu 100.000 Salmonellen – mehr als ausreichend für eine Salmonellen-Infektion. Salat waschen nutzt in solchen Fällen nicht mehr. Zudem stellten die Wissenschaftler anhand von genetischen Analysen fest, dass die Erreger aus den Beuteln durch Mutationen besonders infektiös wurden.

Labortests klären Ursache für Magen-Darm-Beschwerden

Eine Salmonellen-Infektion verläuft meistens als plötzlich auftretende Darmentzündung mit Durchfall und Bauchschmerzen, die einige Tage anhalten. Problematisch: Nachdem die akuten Beschwerden abgeklungen sind, scheiden Betroffene in einem Zeitraum von vier Wochen bis hin zu einem halben Jahr weiterhin Salmonellen aus und können so andere Menschen anstecken. Diese Infektionen können vor allem bei Kleinkindern und älteren Erwachsenen schwer verlaufen. Im Zweifelsfall schaffen Labortests Klarheit darüber, ob eine Salmonellen-Infektion vorliegt. Experten des Robert Koch-Instituts empfehlen eine mikrobiologische Stuhldiagnostik, wenn Durchfallsymptome länger als drei Tage anhalten.

 

Quellen:

Ärztezeitung

Robert Koch-Institut