Angestrebte Impfrate wird nicht erreicht
So waren 87 Prozent der europaweit Erkrankten nicht oder unzureichend geimpft. Fast die Hälfte (45 Prozent) war älter als 15 Jahre. In Deutschland spiegeln sich diese Ergebnisse wider. So erhalten zwar die meisten <link patienten vorsorgefinder ipf-faltblaetter vorsorge-impfungen-bei-kindern>Kleinkinder eine erste Grundimmunisierung, doch die Wiederholungsimpfung bleibt oft aus. Das sorgt dafür, dass Deutschland das jährliche Ziel einer Durchimpfungsrate von 95 Prozent nicht erreicht. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angestrebte Elimination der Krankheit rückt damit in weite Ferne.
Impfempfehlung für Kinder und Erwachsene
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, Kinder bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr zweimal gegen Masern zu impfen. Tatsächlich waren in den vergangenen Jahren nie mehr als drei von vier Kindern bis zum zweiten Geburtstag zweifach geimpft. Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden, wurden wahrscheinlich gar nicht oder nur einmal geimpft. Eine einmalige Nachholimpfung sollte den Schutz wieder herstellen. Erwachsene, die vor 1970 geboren wurden, haben sehr wahrscheinlich eine Masernerkrankung durchgemacht und müssten immun sein. Ist der Impfstatus unklar, kann ein Blutbild aufzeigen, ob eine Impfung notwendig ist.
Quellen:
Robert Koch-Institut, Epid. Bulletin 1/2017
Mehr lesen:
IPF-Faltblatt Vorsorge-Impfungen bei Kindern
