Entzündungsprozesse fördern Arterienverkalkung
Fachleute schätzen, dass etwa jede vierte Frau über 30 Jahre Myome hat. Wissenschaftler*innen aus Philadelphia haben bei der Auswertung von Patientinnendaten nun festgestellt, dass Frauen mit Myomen anfälliger sind für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Frauen mit gesunder Gebärmutter. Als Ursache vermuten sie chronische Entzündungsprozesse: Myome setzen entzündliche Stoffe frei, die langfristig die innerste Zellschicht von Blutgefäßen und Herz schädigen können. Diese Schädigung begünstigt Ablagerungen an den Gefäßwänden (Atherosklerose), die zu den größten Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen gilt.
Herzgesundheit mit Labortests checken
Eine Atherosklerose entwickelt sich in der Regel aus einer sogenannten endothelialen Dysfunktion. Diese beeinträchtigt die Durchlässigkeit der Blutgefäße sowie ihre Fähigkeit, sich je nach Bedarf eng oder weit zu stellen. Ob diese Funktion der Gefäße beeinträchtig ist, zeigt ein Test auf asymmetrisches Dimethylarginin Blut (ADMA-Spiegel). ADMA entsteht bei der Verstoffwechselung der Aminosäure Arginin und gilt als wichtiger Risikomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Fachleute raten zudem dazu, regelmäßig die Werte von Blutzucker, Blutfetten und Homocystein kontrollieren zu lassen. Auch diese Blutwerte geben wichige Hinweis auf die Gefäßgesundheit.

