Frauengesundheit: Bei Myomen auch das Herz im Blick behalten

Gutartige Wucherungen im Bereich der Gebärmutter (Myome) können nicht nur einen Kinderwunsch erschweren oder zu schmerzhaften Regelblutungen führen. Neueren Untersuchugen zufolge können sie auch das Risiko für koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall steigern. Betroffene sollten daher regelmäßig ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit untersuchen lassen.

 

Das Foto zeigt den Torso einer Frau. Sie trägt ein weißes Kleid und eine schwarze Strickjacke und hält ein rotglitzerndes Deko-Herz in den Händen.
Alexander Grey | Unsplash

Entzündungsprozesse fördern Arterienverkalkung

Fachleute schätzen, dass etwa jede vierte Frau über 30 Jahre Myome hat. Wissenschaftler*innen aus Philadelphia haben bei der Auswertung von Patientinnendaten nun festgestellt, dass Frauen mit Myomen anfälliger sind für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Frauen mit gesunder Gebärmutter. Als Ursache vermuten sie chronische Entzündungsprozesse: Myome setzen entzündliche Stoffe frei, die langfristig die innerste Zellschicht von Blutgefäßen und Herz schädigen können. Diese Schädigung begünstigt Ablagerungen an den Gefäßwänden (Atherosklerose), die zu den größten Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen gilt.

Herzgesundheit mit Labortests checken

Eine Atherosklerose entwickelt sich in der Regel aus einer sogenannten endothelialen Dysfunktion. Diese beeinträchtigt die Durchlässigkeit der Blutgefäße sowie ihre Fähigkeit, sich je nach Bedarf eng oder weit zu stellen. Ob diese Funktion der Gefäße beeinträchtig ist, zeigt ein Test auf asymmetrisches Dimethylarginin Blut (ADMA-Spiegel). ADMA entsteht bei der Verstoffwechselung der Aminosäure Arginin und gilt als wichtiger Risikomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Fachleute raten zudem dazu, regelmäßig die Werte von Blutzucker, Blutfetten und Homocystein kontrollieren zu lassen. Auch diese Blutwerte geben wichige Hinweis auf die Gefäßgesundheit.

 

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