Antibiotika in der Regel überflüssig
Fieber an sich ist bei Kindern und Jugendlichen kein ausreichender Grund für eine Behandlung mit Antibiotika. Denn: Die meisten Infektionskrankheiten bei Kindern und Jugendlichen werden nicht durch Bakterien verursacht. Virale Infektionen bedürfen keiner Antibiotikatherapie. Das gilt auch für einige bakterielle Infektionen. In diesen Fällen hat die Gabe von Antibiotika keinen Nutzen und kann die jungen Patient*innen durch Nebenwirkungen eher belasten. Fachmediziner*innen plädieren daher in der aktuellen Behandlungsleitlinie dafür, die Medikamente nur zurückhaltend zu verordnen. Ebenfalls wichtig: Fiebersenkende Medikamente dürfen nicht vorbeugend gegeben werden – weder zur Verhinderung von Fieberkrämpfen noch vor Impfungen. Eine präventive Wirkung ist nicht belegt, und ein unnötiger Einsatz kann mehr schaden als nützen.
So können Eltern ihren fiebernden Kindern helfen
Wichtig ist vor allem, dass das Kind ausreichend trinkt. Viel Ruhe und Schlaf helfen dem Körper ebenfalls, sich zu erholen – und auch Nähe und Zuwendung wirken beruhigend. Kuscheln gibt dem Kind das Gefühl, sicher und gut aufgehoben zu sein. Auch die Kleidung sollte angepasst werden: Frieren Kinder – zum Beispiel bei ansteigendem Fieber – dürfen sie ruhig kuschelig warm eingepackt sein. Kommt es hingegen zu Hitzewallungen, reicht leichte Kleidung aus. Kalte Räume oder das komplette Ausziehen sind in dieser Phase nicht empfehlenswert. Auch Wadenwickel können helfen, das Fieber zu lindern. Wichtig dabei: Die Wickel sollten körperwarm sein, damit der Organismus nicht gegenreguliert und das Fieber noch weiter ansteigt.
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