Schwangere: Drei bis fünf Prozent mit Diabetes

Vor allem in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft steigt der Blutzuckerspiegel hormonell bedingt stark an. Kann der Körper den erhöhten Insulinbedarf nicht decken, kommt es zu Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Diese Form der Zuckerkrankheit gehört zu den häufigsten Begleiterkrankungen in der Schwangerschaft.

Gefahr für das Kind

Da sich über den Blutkreislauf der Mutter auch der Blutzuckerspiegel des ungeborenen Kindes erhöht, muss die Erkrankung behandelt werden. Ansonsten steigt nicht nur das Risiko, eine Fehlgeburt zu erleiden. Auch bei der Entbindung kann es zu Komplikationen kommen: Weil das Ungeborene mehr Zucker über die Nabelschnur erhält, wächst es in einigen Fällen schneller. Bei der Geburt ist es dann zu groß, um problemlos durch den Geburtskanal zu kommen. Auch wenn das Neugeborene das Licht der Welt erblickt hat, birgt ein unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes gesundheitliche Risiken: Nach der Entbindung droht dem Kind eine gefährliche Unterzuckerung. Später kann es zu Übergewicht und zu Typ-2-Diabetes neigen.

 

Rechtzeitig vorbeugen

Vorsorgeuntersuchungen reduzieren diese Risiken für Mutter und Kind. Anhand von Blut- und Urintests kann der Arzt Schwangerschaftsdiabetes nachweisen. Fachärzte empfehlen diese Untersuchung zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche. Liegen besondere Risikofaktoren wie zum Beispiel Übergewicht vor, wird der Arzt bereits zu Beginn der Schwangerschaft den Blutzuckerspiegel untersuchen. Sollte er tatsächlich eine Erkrankung feststellen, reguliert oft schon eine gezielte Ernährung den Blutzuckerspiegel von Mutter und Kind. Reicht dies nicht, hilft eine Insulintherapie.

 

Quelle:

Deutsche Diabetes-Gesellschaft DDG

 

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Diabetes-Deutschland.de

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