Nötige Reiseimpfungen und ausreichende Grundimmunisierung sorgen zusätzlich dafür, den Urlaub möglichst gesund zu verleben.
Gesundheitscheck vor der Abreise
Je nach Reiseziel brauchen Rheumapatienten die für das Urlaubsland empfohlenen Schutzimpfungen. Diese sind für sie besonders wichtig, da die Erkrankung das Immunsystem schwächt und damit das Risiko, sich mit bakteriellen oder Virusinfektionen anzustecken, steigt. Betroffene müssen jedoch beachten, ob die Impfstoffe sich mit ihren Medikamenten vertragen. Während Totimpfstoffe etwa gegen Hepatitis in der Regel kein Problem darstellen, sind Lebendimpfstoffe, die zum Beispiel gegen Gelbfieber schützen, nur eingeschränkt zu empfehlen. Laut Deutscher Rheuma-Liga sollten Patienten, die Biologika, MTX oder Kortison in hoher Dosierung einnehmen, darauf verzichten.
Grippeschutz prüfen, richtig gegen Hepatitis impfen
An Grippe (Influenza) denken Reisende beim Sommerurlaub eher selten. Wichtig wird der Influenzaschutz aber bei Zielen auf der Südhalbkugel. Auf der anderen Seiten der Erde herrscht dann nämlich Winter – und von Mai bis Oktober können dort Grippewellen auftreten.
Im Zweifelsfall kann der Arzt per Blutuntersuchung den Immunstatus prüfen und wenn nötig, Impfungen gegen Grippe und für die Grundimmunisierung auffrischen. Wer als Rheumapatient Urlaub in Ländern mit erhöhtem Hepatitis-A-Infektionsrisiko plant, muss frühzeitig an die nötige Schutzimpfung denken. In der Regel benötigen Betroffene zwei Impfungen im Abstand von sechs Monaten, um geschützt zu reisen.
Quellen:
Deutsche Rheuma-Liga
· „Gute Reise“ – Faltblatt zur Urlaubsplanung mit Rheuma
· Hinweise zu Mobilität und Reisen
Mehr lesen:
IPF-Faltblatt Autoimmunerkrankungen
IPF Tipp der Woche
· Gelenkbeschwerden im Sommer

