Dabei sind Depressionen gut therapier- und heilbar. Betroffene und Angehörige sollten beim Arztbesuch offen ihre Sorgen ansprechen und gegebenenfalls bei einem Facharzt für Neurologie und Psychiatrie Hilfe suchen.
Krankheit im Verborgenen
Das Robert Koch-Institut (RKI) wies in seiner Gesundheitsberichterstattung im Februar 2013 darauf hin, dass Frauen etwa doppelt so oft wie Männer von einer Depression betroffen sind. Laut Männergesundheitsbericht 2013 leiden neun Prozent der Männer in Deutschland (3,6 Millionen) an einer therapeutisch festgestellten Depression. Da die Suizidrate jedoch rasant wächst, gehen die Experten davon aus, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt. Sie vermuten, dass 60 bis 90 Prozent der Erkrankten unbehandelt bleiben.
Männer leiden anders
Dass Depressionen bei Männern seltener diagnostiziert werden, liegt auch daran, dass sie oft andere Symptome entwickeln als Frauen. Statt niedergeschlagen zu sein, schlecht zu schlafen oder den Handlungsantrieb zu verlieren, sind sie häufig stärker suchtgefährdet, aggressiv und sogar gewaltbereit. Zum anderen passen psychische Erkrankungen weder ins gesellschaftliche Bild des Mannes noch in das männliche Selbstbild und werden von den Betroffenen häufig vehement negiert.
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