Knochendichte: 23 Prozent geringere Herzschwäche-Gefahr

Menschen mit porösen Knochen haben häufiger ein schwaches Herz als Menschen mit gesunden Knochen. Wenn die Knochendichte um nur einen Punkt (Standardabweichung, SD) auf der Mess-Skala zunimmt, sinkt das Risiko, eine Herzschwäche zu entwickeln, um 23 Prozent.

 

Knochencheck für die Gesundheit

Den Zusammenhang zwischen einer niedrigen Knochendichte und dem Risiko einer Herzschwäche fanden Medizinforscher aus Köln und Cambridge, als sie über 13.000 dem Augenschein nach gesunde Menschen zwischen 42 und 82 Jahren untersuchten. Ihre Entdeckung wird sich auch auf Diagnose und Behandlung von Osteoporose-Patienten auswirken: Stellt der Arzt mangelnde Knochendichte fest, sollten Betroffene auch kardiologisch untersucht werden.

 

Osteoporose frühzeitig erkennen

Dass Knochen im Laufe des Lebens schwächer werden, ist ganz normal. In der Regel setzt der Abbau ab dem 40. Lebensjahr ein. Nimmt die Knochendichte allerdings besonders schnell ab oder sinkt sie unter ein bestimmtes Maß, steigt das Risiko für Knochenbrüche stark an. Wie sehr die Knochen an Substanz verlieren, können Labormediziner durch hochempfindliche Bluttests ermitteln. Dazu messen sie bestimmte Peptid-Werte im Blut und sogenannte Crosslinks im Urin. Mit einer Blutuntersuchung können Ärzte auch klären, ob die Osteoporose als Folge einer noch unentdeckten Grunderkrankung wie etwa einer Schilddrüsenüberfunktion auftritt.

 

Quellen:

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

 

Mehr lesen:

Auf vorsorge-online.de

IPF-Faltblatt Knochen – Osteoporose-Prävention

IPF-Faltblatt Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf der Spur

IPF Aktuelles für Patienten: Osteoporose – Achtung, Knochenbrüche

IPF Tipp der Woche: Osteoporose: Vorsorge für starke Knochen

 

Im Web

Dachverband Osteologie

Kuratorium Knochengesundheit e.V.

Initiative gegen Osteoporose

Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V.

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