Biologische Vektoren: Shuttle-Service für Erreger
Vektoren kennen die meisten Menschen aus dem Matheunterricht. Das Wort bezeichnet aber auch Lebewesen, die Krankheitserreger übertragen – den sogenannten sogannten biologischen Vektoren. Zu diesen gehört auch die ägyptische Tigermücke. Bei Vektoren handelt es sich Experten zufolge häufig um Gliederfüßler wie Stechmücken, Zecken, Fliegen, Flöhe oder Läuse. Mit dem Blut bereits infizierter Tiere nehmen sie Erreger wie das Zika-Virus in ihren Organismus auf und geben sie bem nächsten Biss oder Stich an einen Menschen oder ein anderes Tier weiter. Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO), des European Centre for Disease Prevention and Control sowie des Robert Koch-Instituts warnen: Faktoren wie die fortschreitende Globalisierung, internationales Reisen, Handel über Länder und Kontinente hinweg und nicht zuletzt der Klimawandel begünstigen die Verbreitung vektorübertragener Erkrankungen.
Labormedizin hilft Betroffenen
In Deutschland beobachten Epidemiologen vor allem eine andere Aedes-Art: Die asiatische Tigermücke hat es in LKW-Ladungen, Lastcontainern und Reisekoffern inzwischen bis in den Süden Deutschlands geschafft. Noch gehen die Fälle von Tropenkrankheiten hierzulande auf Patienten zurück, die sich im Ausland angesteckt haben. Treten nach einer Reise in Risikogebiete Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen auf, empfehlen Fachärzte den Betroffenen gründliche Untersuchungen. Labortests helfen dabei, Tropenkrankheiten zu entdecken oder auszuschließen. Spezialeinrichtungen wie das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin beraten mit ihrer Spezialkenntnis niedergelassene Mediziner und Labore und informieren auch Patienten bei Fragen zur Reisemedizin.
zur reisemedizinischen Beratung des Bernhard-Nocht-Instituts
Quellen:
