Was tatsächlich hinter Zyklusstörungen, Hitzewallungen, trockenen Schleimhäuten oder Schlafstörungen steckt, können bestimmte Hormonwerte zeigen.
Komplexer Regelkreis
Wie viel der Organismus von welchen Hormonen ausschüttet, regelt ein komplexes Zusammenspiel von Stoffwechselprozessen. Dies gilt auch für die Abgabe der Geschlechtshormone. Weil in den Wechseljahren der Wert weiblicher Geschlechtshormone, vor allem des Östradiols, stark abfällt, verschiebt sich das Verhältnis der Östrogene zu anderen Geschlechtshormonen. Außerdem bildet der Organismus mehr von anderen Hormonen wie dem follikelstimulierenden Hormon (FSH). Auch das Gelbkörperhormon Progesteron und das Anti-Müller-Hormon AMH gehören zu diesem komplexen Regelkreis.
Kombinationsgabe zählt
Ein einzelner Hormonwert allein ist nicht aussagekräftig. Da die Konzentration der beteiligten biochemischen Botenstoffe in den Wechseljahren erheblich schwankt, müssen Ärzte die Werte im Verhältnis zueinander beurteilen. Zudem sollten die Werte mehrmals gemessen werden, um verfälschende Momentaufnahmen zu vermeiden und bloße Zyklusunregelmäßigkeiten auszuschließen. Wichtig: Die Hormonwerte geben keine Auskunft über die Stärke der Wechseljahresbeschwerden und umgekehrt. Übrigens: Die medizinische Diagnostik und Therapie klimakterischer Beschwerden mit Krankheitswert gehören zu den Regelleistungen der Krankenkasse.
Quellen:
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
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