Umso wichtiger ist es, die Blutzuckerwerte gut einzustellen. Studien zeigen: Senkt sich der Langzeitblutzucker HBA1c um ein Prozent, kann immerhin in 15 Prozent der Fälle ein Herzinfarkt verhindert werden.
Bluthochdruck unter Kontrolle bringen
Menschen mit Diabetes leiden oft auch an zu hohem Blutdruck – ein Risikofaktor für Gefäßerkrankungen und Herzinfarkte zusätzlich. Etwa 30 Prozent der Patienten mit Diabetes Typ 1 und fast 84 Prozent der Typ 2-Diabetiker sind betroffen. Während sich bei Ersteren der Bluthochdruck meist nach längerer Krankheitsdauer einschleicht, haben Letztere bei der Diabetes-Diagnose meist bereits zu hohen Blutdruck. Für beide Patientengruppen gilt: Je übergewichtiger und älter die Patienten sind, desto stärker drückt das Blut gegen die Gefäßwände. Experten raten daher, den Bluthochdruck konsequent zu behandeln. In Langzeitstudien ermittelten Wissenschaftler, dass bei guter Blutdruckeinstellung Folgeschäden für die Gefäße an Augen und Nieren um 37 Prozent sanken, die Zahl der Schlaganfälle sogar um 44 Prozent.
Vorsorge: Selbstmanagement, regelmäßige Untersuchungen, Lebensstil
Die Zahlen zeigen, wie wichtig es für Diabetes-Patienten ist, die eigenen Blutzucker- und Blutdruckwerte zu kennen. Die Deutsche Diabetes-Hilfe empfiehlt Diabetikern neben einer gewissenhaften Blutzuckerkontrolle, ein- bis zweimal im Jahr die Blutfettwerte und Gefäße untersuchen zu lassen. Das Selbstmanagement ihres Diabetes können Betroffene zudem mit Bewegung, fettarmer Ernährung und, wenn nötig, Gewichtsreduktion verbessern.
Quellen:
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