Teststreifen erkennen Harnwegsinfektionen
Verursacht wird eine Harnwegsinfektion durch Bakterien, die den menschlichen Darm besiedeln und dort völlig harmlos sind. Über Schmierinfektionen können sie jedoch zur Harnröhre gelangen. Kälte verursacht die Infektion zwar nicht direkt, kann die körpereigene Abwehr jedoch schwächen und so das Eindringen von Keimen begünstigen. Erste Hinweise auf Harnwegsinfektionen geben Urinteststreifen. Sie zeugen, ob der Urin weiße Blutkörperchen enthält. Bei ansonsten gesunden Frauen reicht dieser Test meist schon zur Diagnose. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder älteren Menschen empfehlen Leitlinien die mikroskopische Untersuchung von Harnsediment und eine Urinkultur.
Nierenbeckenentzündung? Erreger bestimmen!
Mitunter steigt die Entzündung ins Nierenbecken auf. Betroffene bekommen starkes Fieber, fühlen sich sehr krank und die Nierengegend reagiert empfindlich auf Berührungen. Eine Nierenbeckenentzündung muss in der Regel mit Antibiotika behandelt werden. Um das wirksamste Medikament zu verschreiben zu können und das Risiko für Resistenzbildungen zu senken, raten Leitlinien zu einer Urinkultur. Dazu geben Labormediziner*innen eine Urinprobe auf einen vorbereiteten Nährboden und werten aus, welche Bakterien dort wachsen. Auch bei wiederkehrenden Blasenentzündungen hilft diese Untersuchung, die Behandlung gezielt anzupassen.


