FSME-Infektion in zwei Phasen
FSME wird durch sogenannten Flaviviren verursacht. Die Erreger befinden sich im Speichel der Zecken. Sticht eine Zecke zu, gelangen die Erreger in die Blutbahn. Ein Infektionsrisiko besteht daher auch, wenn Gestochene die Zecke schnell entdecken und entfernen. Kommt es tatsächlich zu einer Infektion, entwickeln Betroffene meist grippeähnliche Beschwerden wie hohes Fieber und Gliederschmerzen. Zumeist bleibt es bei dieser ersten Phase der Erkrankung. Bei mehr als der Hälfte aller gemeldeten FSME-Erkrankten bricht jedoch die zweite Krankheitsphase aus. Dann vermehren sich die FSME-Viren in Gehirn und Rückenmark und führen zu neurologischen Ausfällen wie Lähmungen, Schluck- und Sprachstörungen. In schweren Fällen kann es zu dauerhaften neurologischen Schäden kommen.
Mit Impfung gegen FSME
FSME lässt sich nicht ursächlich behandeln. Auch Medikamente können nur die Beschwerden lindern. Eine Impfung hingegen verhindert, dass es überhaupt zu einer Ansteckung kommt. Fachleute raten vor allem Menschen, die in FSME-Risikogebieten wohnen oder dorthin reisen, sich impfen zu lassen. Die Grundimmunisierung erfolgt durch drei einzelne Impfungen. Je nach Impfstoff folgt die zweite Impfung zwei Wochen bis drei Monate nach der ersten Impfung, die dritte Impfung dann nach weiteren 5 bis 12 oder nach 9 bis 12 Monaten. Für dauerhaften Schutz muss die Impfung alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden.

