Zecken: Borreliose-Infektion mit Labortests erkennen

Endlich wird es wärmer! Mit den steigenden Temperaturen wächst auch die Lust, sich wieder mehr im Freien aufzuhalten. Das freut nicht nur wintermüde Menschen. Auch Zecken werden wieder deutlich aktiver. Neben Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) können die kleinen Biester auch Borreliose übertragen, gegen die es noch keine Impfung gibt. Umso wichtiger sind einfache Tipps zum Schutz gegen Zecken – und gründliche Labordiagnostik, falls es nach einem Zeckenstich zu neurologischen Beschwerden kommt.

Das Foto zeigt in Nahaufnahme eine Zecke, die auf einem Grashalm sitzt.
Carola Schubel | Fotolia

Gegen Zeckenstiche schützen

Borreliose ist Fachleuten zufolge die am häufigsten durch Zecken übertragene Infektion in Europa.Die Krankheit wird durch Bakterien ausgelöst, die bei einem Zeckenstich mit dem Speichel der kleinen Spinnentiere in die menschliche Blutbahn geraten. Je länger eine Zecke sich mit Blut vollsaugen kann, desto höher ist das Übertragungsrisiko. Zu den wichtigsten Vorsorgemöglichkeiten gehört es daher, sich nach Ausflügen im Grünen gründlich nach Zecken abzusuchen und blinde Passagiere umgehend mit einer Zeckenzange zu entfernen. Dicht schließende Outdoor-Outfits mit langen Ärmeln und Hosenbeinen sowie Insektenschutzmittel machen es Zecken zudem schwer, sich am Körper festzusetzen.

Borreliose-Diagnose aus dem Labor: in zwei Schritten zum Ergebnis

Längst nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Borreliose-Infektion. Kommt es jedoch dazu, zeigt sich bei vielen Betroffenen eine ringförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle. Eine Behandlung mit Antibiotika verhindert in der Regel, dass sich die Infektion ausbreitet. Allerdings zeigt sich die typische Wanderröte nicht immer. Treten nach einem Zeckenstich unspezifische Beschwerden wie Krankheitsgefühl, schmerzende Gelenke oder Muskeln sowie erhöhte Temperatur auf, können Blutuntersuchungen zur Diagnose einer Borreliose beitragen. Diese sollten Leitlinien zufolge als Stufendiagnostik erfolgen: Ärzt*innen suchen in einer Blutprobe zunächst nach typischen Antikörpern gegen die Erreger. In einem zweiten Schritt muss der Befund bestätigt werden. Dazu nutzen Mediziner*innen das sogenannte Immunoblot-Verfahren. Es macht Antikörper über eine Farbreaktion sichtbar.

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