Wenn das Blut gerinnt: Thromboseneigung mit Labortests erkennen

Tiefe Venenthrombosen (TVT) gehören zu den häufigsten akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Fachleute schätzen, dass jährlich ein bis zwei von 1.000 Menschen ein Blutgerinnsel entwickeln. Neben Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen und mangelnder Bewegung können angeborene Gerinnungsstörungen die Neigung zu Blutgerinnseln auslösen. Labortests helfen bei der Diagnose von Thrombosen und klären, ob die Blutgerinnung in Ordnung ist, so das IPF zum Deutschen Venentag am Samstag, den 18. April.

Verdacht auf Thrombose: Test auf D-Dimere schafft Klarheit

Thrombosen in den tiefliegenden Venen entstehen besonders häufig in den Beinen und im Becken. Nicht immer kommt es zu eindeutigen Symptomen. Schwellen Knöchel oder Bein jedoch plötzlich an, verfärbt sich die Haut rötlich bis bläulich und treten Spannungsgefühle und Schmerzen in den Beinen auf, sollten Betroffene sich untersuchen lassen. Zur Diagnose gehört neben einer gezielten Anamnese und Abklärung von Begleitumständen, die eine Thrombose wahrscheinlich machen, ein Bluttest auf D-Dimere. Diese winzigen Eiweißfragmente entstehen, wenn der Köper ein Blutgerinnsel abbaut. Fällt der Test negativ aus, lässt sich eine Thrombose in der Regel ausschließen. Bei einem positiven Test raten Leitlinien zu Ultraschalluntersuchungen, um das Blutgerinnsel aufzuspüren.

Gerinnungsstörungen als Ursache von Thrombosen entdecken

In manchen Fällen weisen Thrombosen auf eine angeborene Neigung zu Blutgerinnseln (Thrombophilie) hin. Das gilt etwa, wenn Thrombosen wiederholt im Alter unter 45 Jahren auftreten, an ungewöhnlichen Stellen wie zum Beispiel in den Armvenen entstehen oder familiär gehäuft vorkommen. Am häufigsten  führt die die Mutation eines bestimmten Blutgerinnungsfaktors (Faktor-V-Leiden-Mutation) zu einer angeborenen Gerinnungsstörung. Aber auch andere Gerinnungsfaktoren können durch eine Genmutation beschädigt sein. Mithilfe von molekulardiagnostischen Tests lassen sich genetisch bedingte Ursachen einer Thrombophilie erkennen, sodass Betroffene ihr Thromboserisiko durch die passende Therapie reduzieren können.

 

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