Frühe Diagnose rettet Leben
Hepatitis-Infektionen verlaufen oft ohne klare Symptome. So geht das Robert Koch-Institut (RKI) zum Beispiel davon aus, dass nur jedem vierten Hepatitis B-Infizierten sein Leiden bekannt ist. Das kann fatale Folgen haben: Hepatitis B ist für 80 Prozent aller Leberkrebsfälle in Deutschland verantwortlich. Dabei gilt für alle Hepatitis-Infektionen: Früh erkannt lassen sie sich effektiv behandeln. Hepatitis C ist sogar heilbar. In den ersten vier Monaten nach der Ansteckung stehen die Chancen dafür besonders gut.
Hepatitis kann jeden treffen
Hepatitis-Infektionen sind in Ländern mit niedrigem Hygienestandard besonders häufig. Auch in Deutschland reichen je nach Form der Hepatitis eine unsterile Tätowier-Nadel, ungeschützter Sex oder ein verdorbenes Muschelgericht aus, um sich anzustecken. Erste Hinweise auf eine Infektion können dunkler Urin oder grauweiß verfärbter Stuhl sein. Die verschiedenen Hepatitis-Typen können Labormediziner anhand von Antikörpern im Blut nachweisen. Vor Hepatitis A und B schützt zudem eine Impfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grundimmunisierung gegen Hepatitis B für Säuglinge. Risikogruppen wie Mitarbeiter im Gesundheitsbereich sollten sich gegen beide Formen impfen lassen.