Kälte und Nässe schwächt Schutzmechanismus
Harnwegsinfektionen nach dem Schwimmbadbesuch gehen selten auf verunreinigtes Wasser zurück. Stattdessen kühlt der Organismus beim ausgedehnten Bad im erfrischenden Nass oder im zu lange getragenen feuchten Badeanzug aus, sodass der Selbstschutzmechanismus der Haut im Intimbereich leidet. Ohnehin schon auf der Haut vorhandene Keime können sich dann besser ausbreiten, in die Harnröhre eindringen und eine Blasenentzündung verursachen. Was hilft: lieber kürzer baden, nasse Sachen zügig ausziehen, gründlich abtrocknen und trockene Kleidung anziehen. So bleibt die natürliche Abwehr des Körpers stark.
Beschwerden spätestens nach zwei Tagen abklären lassen
Treten nach einem Schwimmbadbesuch typische Beschwerden wie Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen auf, sollten Betroffene erst einmal viel trinken und sich gründlich warmhalten. Diese Maßnahmen können dem Immunsystem dabei helfen, die Vermehrung der Keime einzudämmen. Zeigt sich keine deutliche Besserung, sollte spätestens zwei Tage nach Beginn der Beschwerden ein Arzt/eine Ärztin aufgesucht werden. Anhand einer Urinprobe lassen sich Bakterien im Urin schnell und unkompliziert feststellen. Bei leichten Beschwerden ist eine Behandlung mit Antibiotika nicht zwingend erforderlich. Wenn eine Antibiotika-Therapie nicht zum Erfolg führt, raten Fachleute zu einem Antibiogramm. Es zeigt, ob die Erreger Resistenzen entwickelt haben und welche Antibiotika noch wirksam sind.

