Sommerinfektionen erkennen

Baden, Beachclub – und Bakterien: Sommerliche Temperaturen bieten nicht nur gute Bedingungen für Outdoor-Spaß. Auch Krankheitserreger wie Salmonellen und Legionellen fühlen sich im Sommer besonders wohl. Bei anhaltendem Durchfall oder grippeähnlichen Beschwerden helfen Labortests bei der Suche nach Ursachen und sorgen für die richtige Behandlung.

Das Foto zeigt eine Hand, die ein Ei in eine Glasschüssel aufschlägt.
Callum Hill | Unsplash

Salmonellen: Vorsicht bei rohen Lebensmitteln

Eine Infektion mit Salmonellen zählt Fachleuten zufolge zu den klassischen Lebensmittelinfektionen. In der Regel erfolgt die Ansteckung über Lebensmittel. Bei warmen Temperaturen vermehren sich die Bakterien vor allem auf ungekühlten Eierspeisen mit rohen Eiern und rohem Hackfleisch wie etwa Tartar. Auch eine Infektion über verunreinigte Schneidebretter oder Küchenoberflächen ist möglich, aber seltener. Zu den typischen Beschwerden gehören starker Durchfall, heftige Bauchschmerzen und Fieber. Sie treten in der Regel zwölf Stunden bis zu drei Tage nach der Ansteckung auf. Hält der Durchfall länger als drei Tage an oder mischt sich Blut in den Stuhl, raten Fachleute zu einem Stuhltest. Dabei können Labormediziner*innen die Stuhlprobe für eine genaue Diagnose zugleich auf andere mögliche Ursachen wie zum Beispiel Noro-Viren untersuchen.

Legionellen können Lungenentzündung auslösen  

Ausgeprägte Sommertemperaturen begünstigen zudem die Vermehrung von Legionellen. Diese Bakterien gedeihen vor allem in Warmwasserleitungen und Klimaanlagen. Durch das Einatmen von Wasserdampf aus dem Duschkopf oder von Luftpartikeln aus der Klimaanlage können sie in den menschlichen Organismus gelangen und eine schwere Lungenentzündung verursachen. Die Symptome allein erlauben jedoch keine Rückschlüsse auf die Ursache der Infektion. Bei Patient*innen, die wegen einer Lungenentzündung im Krankenhaus behandelt werden müssen, sollten daher Labortests auf Legionellen erfolgen. Dazu eignen sich Urintests auf Antigene. Bei sehr schweren Verläufen empfehlen Behandlungsleitlinien zudem eine Blutkultur, um die Entwicklung einer Sepsis auszuschließen.

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