STI sind weit verbreitet
Ein Grund zur Scham sind STI nicht – sie kommen so häufig vor, dass sich viele Menschen in ihrem Leben mindestens einmal anstecken. Dennoch zeigen Studien, dass sich die Mehrheit (73 Prozent) vor dem ersten Sex über das Thema ausschweigt. Dazu kommt: Die meisten Befragten denken bei STI vor allem an HIV, Gonorrhoe (Tripper) und Syphilis. Deutlich häufiger auftretende STI wie Chlamydien und HPV kennen deutlich weniger Menschen. Für die Diagnose stehen heute verschiedene Laboruntersuchungen zur Verfügung. Je nach Erreger kommen Blutuntersuchungen, Urintests oder Abstriche zum Einsatz.
Hepatitis B: auch eine sexuell übertragbare Infektion
Zu den STI gehören auch Infektionen mit Hepatitis B. 2025 lag die Zahl der gemeldeten Fälle bei 17.500. Eine Infektion verläuft bei Erwachsenen häufig ohne oder nur mit unspezifischen Beschwerden. Bei fünf bis zehn Prozent der infizierten Erwachsenen wird sie jedoch chronisch und kann langfristig zu schweren Leberschäden bis hin zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen. Im Rahmen des Gesundheits-Check-ups können sich gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren einmalig auf Hepatitis B untersuchen lassen. Dafür wird eine Blutprobe im Labor auf Antikörper gegen Hepatits-B-Viren untersucht.

