Infektion des gesamten Organismus
Eine Sepsis entsteht, wenn es das Immunsystem nicht schafft, eine, lokale Infektion zu kontrollieren. Dann breiten sich die von den Erregern produzierten Gifte im ganzen Körper aus. Im schlimmsten Fall kommt es zum Multiorganversagen. Häufig geht eine Sepsis von Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, der Lunge, dem Darm, den Harn- und Geschlechtsorganen oder der Haut aus. Zu den besonders Gefährdeten zählen Ältere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem wie etwa Transplantierte, Krebspatienten, Diabetiker und Patienten mit Leberzirrhose. Tückisch: Anzeichen wie Fieber, Schüttelfrost und Herzrasen deuten auch auf andere Krankheiten hin. Die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. rät: Treten diese Symptome auf und fühlen sich Patienten mit Infektionen plötzlich sehr schlecht, sollten sie oder Angehörige den Notarzt rufen.
Schnelle Diagnose mit Labortests
Eine schnelle und engmaschige Diagnostik im Krankenhaus spielt eine entscheidende Rolle für die Möglichkeit, eine Sepsis unter Kontrolle zu bringen. Hierzu kombinieren Mediziner verschiedene Labortests: Sie suchen im Blut nach Markern, die Entzündungsprozesse frühzeitig anzeigen. Der derzeit am besten untersuchte Marker bei Sepsis ist Procalcitonin (PCT). Erhöhte Werte warnen, dass die Entzündung sich ausbreitet. Zudem müssen im Labor schnellstens und fortlaufend Blutkulturen angelegt werden. So wird festgestellt, um welche Erreger es sich handelt und welche Antibiotika in welcher Dosis am besten wirken. Auch der Erfolg der Therapie wird anhand von Blutkulturen überwacht.
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