Sepsisverdacht – Symptome erkennen kann Leben retten

In Deutschland erkranken rund 280.000 Menschen jährlich an einer Sepsis - Tendenz steigend. Jeder vierte Patient stirbt an der Erkrankung. Laut Experten entwickeln sich 30 bis 40 Prozent aller Sepsis-Fälle zu Hause. Aber nur etwa 50 Prozent der Menschen in Deutschland kennen den Begriff Sepsis; die wenigsten wissen, dass die „Blutvergiftung“ lebensbedrohlich ist und dass es auf jede Minute ankommt. Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2017 informiert das IPF: Blutdiagnostik aus dem Labor steigern die Chance, die Erkrankung zu überstehen.

Infektion des gesamten Organismus

Eine Sepsis entsteht, wenn es das Immunsystem nicht schafft, eine, lokale Infektion zu kontrollieren. Dann breiten sich die von den Erregern produzierten Gifte im ganzen Körper aus. Im schlimmsten Fall kommt es zum Multiorganversagen. Häufig geht eine Sepsis von Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, der Lunge, dem Darm, den Harn- und Geschlechtsorganen oder der Haut aus. Zu den besonders Gefährdeten zählen Ältere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem wie etwa Transplantierte, Krebspatienten, Diabetiker und Patienten mit Leberzirrhose. Tückisch: Anzeichen wie Fieber, Schüttelfrost und Herzrasen deuten auch auf andere Krankheiten hin. Die Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. rät: Treten diese Symptome auf und fühlen sich Patienten mit Infektionen plötzlich sehr schlecht, sollten sie oder Angehörige den Notarzt rufen.

Schnelle Diagnose mit Labortests

Eine schnelle und engmaschige Diagnostik im Krankenhaus spielt eine entscheidende Rolle für die Möglichkeit, eine Sepsis unter Kontrolle zu bringen. Hierzu kombinieren Mediziner verschiedene Labortests: Sie suchen im Blut nach Markern, die Entzündungsprozesse frühzeitig anzeigen. Der derzeit am besten untersuchte Marker bei Sepsis ist Procalcitonin (PCT). Erhöhte Werte warnen, dass die Entzündung sich ausbreitet. Zudem müssen im Labor schnellstens und fortlaufend Blutkulturen angelegt werden. So wird festgestellt, um welche Erreger es sich handelt und welche Antibiotika in welcher Dosis am besten wirken. Auch der Erfolg der Therapie wird anhand von Blutkulturen überwacht.

 

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Zum IPF-Fokus Sepsis - nur schnelle Diagnose rettet Leben

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