TSH, T3, T4 – drei Blutwerte klären Schilddrüsenfunktion
Für die Herzgesundheit spielen vor allem die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) eine wichtige Rolle. Im Wechselspiel mit anderen Mechanismen regulieren sie, wie kräftig und wie schnell das Herz schlägt. Daher kann sowohl eine Überfunktion (zu viel Hormone, Hyperthyreose) als auch eine Unterfunktion (zu wenig Hormone, Hypothyreose) die Herzfunktion beeinträchtigen. Um die Hormonproduktion in der Schilddrüse zu beurteilen, messen Labormediziner*innen neben der Konzentration von T3 und T4 auch den Anteil von TSH im Blut. Es steuert die Hormonproduktion in der Schilddrüse. Bei zu viel T3 und T4 sinkt der TSH-Wert, um die Hormonproduktion zu drosseln; bei zu wenig T3 und T4 steigt er an, um die Produktion dieser Hormone anzukurbeln. Der TSH-Wert eignet sich zudem, um eine drohende Hyper- und Hypothyreose frühzeitig festzustellen: Der TSH-Wert kann bereits zu hoch bzw. zu niedrig liegen, während T3 und T4 noch unauffällig sind. In solchen Fällen raten Fachleute zu weiteren Untersuchungen, um die Ursachen zu klären.
Vor Herzbehandlung Schilddrüsen-Hormonwerte prüfen
Auch bestimmte Herzmedikamente können die Funktion der Schilddrüse beeinflussen. So werden Herzrhythmusstörungen mitunter mit stark jodhaltigen Tabletten behandelt, die langfristig zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen können. Beta-Blocker wiederum können typische Beschwerden einer Hyperthyreose abschwächen und damit Hinweise auf eine Überfunktion verdecken. Werden sie abgesetzt, kann die dann überschießenden Hormonproduktion das Herz aus dem aus dem Takt bringen. Bluttests vor und während der Therapie schaffen Sicherheit.

