„Kochen, schälen, Finger weg“
Zu den typischen Erregern für Durchfallerkrankungen gehören bestimmte E. coli-Bakterien, Salmonellen und Campylobacter. Sie finden sich vor allem in rohen Lebensmitteln oder Speisen, in denen diese verarbeitet sind. Auch verunreinigtes Wasser kann zur Ansteckung führen. Daher raten Reisemediziner*innen zu konsequenter Lebensmittelhygiene: Rohes Obst nur geschält verzehren, auf Rohkost verzichten und Wasser ausschließlich abgekocht oder aus abgepackten Flaschen mit intaktem Schraubverschluss trinken – und Eiswürfel im Sundowner meiden.
Reiseinfektionen mit Labortests erkennen
Bei starken Durchfällen im Anschluss an eine Fernreise ist ein Arztbesuch ratsam: Manche Reiseinfektionen wie eine Shigellose sind nicht nur hoch ansteckend, sondern können bei schweren Verläufen zu Darmentzündungen mit Fieber und blutigem Durchfall führen. Leitlinien raten bei einer Shigellose zur Behandlung mit Antibiotika. Mittels Stuhlproben können Ärzt*innen die Erreger feststellen und bei Bedarf die Therapie einleiten. Leiden Reiserückkehrer*innen unter Druckgefühl im oberen Bauch, leichter Übelkeit, Blähungen und weichem Stuhlgang, kann dies auf eine Giardiasis hinweisen. Diese in tropischen Ländern häufigste Parasiteninfektion kann einen schweren chronischen Verlauf nehmen. Zum Nachweis der Parasiten stehen verschiedene Laborverfahren zur Verfügung, darunter mikroskopische Untersuchungen und Antigentests aus Stuhlproben.

