Blutkörperchen geben Hinweise
Nach Einschätzung von Fachleuten leiden etwa zehn Prozent der Menschen in Deutschland an einer chronischen Entzündung. Dazu gehören unter anderem Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis, Schuppenflechte und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Viele entzündliche Erkrankungen machen sich durch eher unspezifische Beschwerden bemerkbar. Dazu gehören etwa anhaltende Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und starker Gewichtsverlust. Um einschätzen zu können, ob eine Entzündung im Organismus aktiv ist, nutzen Mediziner*innen die Blutsenkung. Dabei messen sie, wie schnell und wie weit die Blutkörperchen aus einer Blutprobe in einem speziellen Röhrchen absinken. Liegen die Werte über einer bestimmten Marke, spricht dies für eine Entzündung.
Regelmäßige Kontrollen für bestmögliche Behandlung
Für eine eindeutige Diagnose reicht die Blutsenkung allein nicht aus. Ist jedoch bekannt, welche Erkrankung die Entzündung verursacht, liefert sie wichtige Informationen zum Krankheitsverlauf. Viele entzündliche Erkrankungen verlaufen schubweise. Eine regelmäßige Kontrolle der Absenkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen gibt Aufschluss darüber, wie aktiv eine entzündliche Erkrankung gerade ist und ob die Medikamentendosis womöglich angepasst werden muss.

