Rauchen als Hauptrisiko für Lungenkrebs
Expert*innen gehen davon aus, dass rund acht von zehn Lungenkrebsfällen bei Frauen und sogar neun von zehn Lungenkrebserkrankungen bei Männern auf aktives Rauchen zurückgehen. Eine frühzeitige Diagnose steigert die Überlebenschancen erheblich. Daher können starke Raucher*innen zwischen 50 und 75 Jahren unter bestimmten Voraussetzungen ihre Lunge mit einer Niedrigdosis-Computertomografie untersuchen lassen.
Bildgebung und Labor ergänzen sich
Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) gehören bei allen Menschen mit Verdacht auf eine Lungenkrebserkrankung zu den wichtigen diagnostischen Untersuchungen. Um den allgemeinen Gesundheitszustand besser einschätzen zu können, empfehlen Leitlinien zudem labormedizinische Untersuchungen wie ein Blutbild inkl. Differenzialblutbild, die Bestimmung von Elektrolytwerten sowie von Leber- und Nierenparametern und Blutgerinnungswerten. Anhand einer Gewebeprobe aus der Lunge bestimmen Mediziner*innen, ob die Zellen tatsächlich bösartig sind.
Zielgerichtete Therapie dank Biomarker
Bestätigt sich der Verdacht auf bösartige Zellen, helfen weitere Laboruntersuchungen, die Erkrankung so zielgerichtet wie möglich zu behandeln. Denn: Krebszellen können sehr unterschiedliche Merkmale aufweisen, sodass nicht alle Medikamente gleichermaßen gut wirken. Molekulardiagnostische Verfahren ermöglichen es, Biomarker wie bestimmte Genveränderungen zu erkennen und zu bestimmen, ob die Tumorzellen vermehrt bestimmte Eiweiße herstellen. Auf dieser Grundlage können Ärzt*innen die Therapie gezielt an die Eigenschaften des Tumors anpassen (personalisierte Medizin). Für einige moderne Medikamente sind solche Biomarker-Tests vor Beginn der Behandlung sogar vorgeschrieben (Companion Diagnostics).

