Krebsfrüherkennung schenkt Lebensjahre

Krebs gehört zu den Erkrankungen, die große Ängste auslösen. Umfragen zufolge fürchten sich fast drei Viertel (73 Prozent) aller Menschen in Deutschland davor, an Krebs zu erkranken. Dennoch nutzen nur rund 32 Prozent der Anspruchsberechtigten die kostenfreien Früherkennungsangebote der gesetzlichen Krankenkassen. Dabei zeigen aktuelle Auswertungen von Krankenversichertendaten: Krebsfrüherkennung trägt wesentlich dazu bei, sowohl die Anzahl von Krebserkrankungen als auch die Sterblichkeit an Krebs zu verringern, so das IPF zum Tag der Krebsvorsorge am Freitag, 28. November.

Wochenplaner zeigt eingetragenen Vorsorgetermin
Gina Sanders | Fotolia

Darmkrebs verhindern

Durch Früherkennungsuntersuchungen lassen sich manche Krebserkrankungen sogar verhindern. Dazu gehört Darmkrebs. Denn: Oft dauert es lange, bis sich aus Gewebeveränderungen ein bösartiger Tumor entwickelt. Bei Früherkennungsuntersuchungen wie der Darmspiegelung können Ärzt*innen solche Krebsvorstufen rechtzeitig erkennen – und gleich entfernen. Wer sich mit der Darmspiegelung schwer tut, kann auch mit dem immunologischen Stuhltest in die Früherkennung einsteigen. Der Test weist zuverlässig unsichtbare Blutspuren im Stuhl nach, die auf Gewebeveränderungen im Darm zurückgehen können. Ein positives Testergebnis sollte immer durch eine Darmspiegelung abgeklärt werden.

Kombinierte Labortests zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs untersuchen Gynäkolog*innen Abstriche vom Gebärmutterhals nicht nur auf Zellveränderungen (PAP-Test). Ein Test auf Humane Papillom-Viren (HPV) gehört ebenfalls zur Früherkennung, da bestimmte HPV-Typen nachweislich Krebs auslösen. Die Kombination beider Testverfahren ermöglicht es, auffällige Ergebnisse des PAP-Tests genauer einzuordnen – und bei auffälligen Ergebnissen betroffenes Gewebe gezielt zu entfernen, bevor sich ein Tumor ausbreitet. Nach Einschätzung von Fachleuten trägt auch die verbesserte Früherkennung dazu bei, dass Gebärmutterhalskrebs in der Statistik der der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen vom ersten inzwischen auf den 12. Platz gerutscht ist.

Weitere Informationen zu diesen Themen