Jedes Jahr Impfung gegen Grippe und COVID-19, einmalig gegen RSV
Sowohl Influenza- als auch Coronaviren verändern sich regelmäßig. Daher müssen die Impfstoffe jährlich angepasst werden – und auch die Impfungen jedes Jahr erfolgen, damit sie möglichst gut schützen können. Fachleute empfehlen sie für alle Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben, schwer an Grippe oder COVID-19 zu erkranken. Dazu gehören etwa Ältere (bei Grippe ab 60 Jahren, bei COVID-19 ab 75 Jahren), Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie medizinisches Personal. Auch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann bei Menschen, deren Immunsystem aufgrund des Alters oder von Vorerkrankungen geschwächt ist, zu schweren Komplikationen wie Lungenentzündungen führen. Das Robert Koch-Institut rät daher grundsätzlich Erwachsenen ab 75 Jahren sowie Menschen ab 60 Jahren mit schweren Formen bestimmter chronischen Krankheiten zu einer RSV-Schutzimpfung. Anders als bei Grippe und COVID-19 muss diese Impfung bisher nicht wiederholt werden.
Rechtzeitig ans Impfen denken
Nach einer Impfung braucht das Immunsystem etwas Zeit, um ausreichend Antikörper gegen die Erreger zu bilden. Dabei entstehen auch sogenannte Gedächtniszellen. Sie helfen dem Immunsystem, den Erreger bei einem späteren Kontakt schneller wiederzuerkennen und zu bekämpfen. Nach einer Grippeimpfung etwa dauert es zehn bis 14 Tage bis zum vollen Impfschutz. Fachleute raten daher, sich gegen gefährliche Atemwegserreger möglichst schon vor Beginn der jeweiligen Infektionssaison impfen zu lassen (RSV: September bis spätestens Anfang Oktober; Grippe: Oktober bis Mitte Dezember; COVID-19: Spätsommer bis Frühherbst).

