Auf FSME-Impfung achten
Wandern auf der Schwäbischen Alb, Bergsteigen in den Bayerischen Alpen, Klettern im Thüringer Wald – wer beim Urlaub in den südlichen und östlichen Bundesländern viel Zeit in der Natur verbringt, sollte vor der Reise unbedingt den Impfschutz gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) prüfen. Die durch Zecken übertragene Virusinfektion kann zur Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute führen. Zecken gibt es zwar in ganz Deutschland – der Süden und Osten gelten jedoch als FSME-Risikogebiete: Vor allem hier tragen Zecken den FSME-Erreger in sich. Eine Impfung schützt zuverlässig vor Ansteckung. In der Regel dauert es bis zu zwölf Monate bis zur vollständigen Grundimmunisierung. Inzwischen gibt es jedoch auch Impfschemata, mit denen sich die Immunität innerhalb von drei Wochen aufbauen lässt.
Tetanus-Impfung schützt vor lebensgefährlicher Infektion bei Verletzungen
Aktiv-Urlauber*innen sollten zudem auf Tetanusschutz achten. Der Erreger der auch Wundstarrkrampf genannten Infektion kommt vor allem in Erde und Staub vor. Kleinere Verletzungen oder Schürfwunden bei Stürzen öffnen ihm mit Pech den Weg in den Organismus und können zu lebensbedrohlichen Beschwerden führen. Beim Urlaub an Nord- oder Ostsee stellen zudem Stichverletzungen durch im Sand verborgene Petermännchen eine mögliche Infektionsquelle dar: Der Tetanuserreger setzt sich bevorzugt im Stichkanal fest. Die Tetanusschutzimpfung gehört hierzulande zu den Standardimpfungen und sollte nach der Grundimmunisierung im Kindesalter alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Ist der Tetanus-Impfstatus unbekannt, können Ärzt*innen Menschen mit einer akuten Verletzung vorsorglich gegen Tetanus impfen.

