Grillsaison: Das Herz isst mit

Die Menschen in Deutschland grillen leidenschaftlich gern, die Grillgeräte werden immer größer und professioneller. Bei der Wahl der Speisen über der Glut herrscht jedoch weniger Ehrgeiz: Fettes, Salziges, Süßes aus den umliegenden Supermärkten dominiert die Speisekarte. Herz und Kreislauf freuen sich darüber nicht. Dabei gibt es gefäßfreundliche Alternativen – und regelmäßige Check-ups helfen dabei, die Cholesterin- und Blutzuckerwerte im Blick zu behalten, so das IPF.

Grill mit Gemüse, Maiskolben und Würstchen

Risikofaktor Fett im Check-up

Experten sind sich einig: Fettreiche Ernährung steigert das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten. Vor allem ein hoher LDL-Cholesterinwert begünstigt Fettablagerungen an den Gefäßwänden. Auch die Konzentration der Triglyceride beeinflusst den Fettstoffwechsel. Ihre Abbauprodukte lagern sich ebenfalls an den Gefäßwänden ab. Beide Fettarten gelangen über die Ernährung in den Körper. Zwar bildet der Organismus selbst Cholesterin, Studien lassen jedoch vermuten, dass etwa ein Drittel des Cholesterinspiegels im Blut ernährungsbedingt ist. Wer seine Blutfettwerte kennt, kann sie also durch Ernährung entsprechend steuern. Beim Check-up 35 lässt der Arzt anhand von Blutproben alle zwei Jahre den Cholesterinspiegel bestimmen. In der Zeit dazwischen fördern Fisch, Gemüse und Geflügel auf dem Grill gute Laborergebnisse.

Zucker: Weniger ist mehr

Belastendes für Herz und Kreislauf versteckt sich jedoch nicht nur im Rindernackensteak oder dem Käsewürstchen. Fertige Marinaden und Fertigsaucen beinhalten zudem viel Zucker. Hoher Zuckerkonsum begünstigt jedoch nicht allein Diabetes. Auch die Gefäße und das Herz mögen es nicht so süß. US-amerikanische Studien zeigen: Wer täglich viel Zucker verspeist, steigert statistisch gesehen sein Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um 38 Prozent. Zur zweijährlichen Vorsorge mit dem Check-up 35 gehört daher auch ein Blutzuckertest.

 

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